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IKEA Deutschland - Diversity Management

Unternehmen: IKEA Deutschland

  • Jahresumsatz in Deutschland (in Euro):   
    GJ 2010: 3,48 Mrd. Euro
  • Mitarbeiter in Deutschland:  
    14.000

Maßnahme: Diversity Management 

  • Ziel:
    Durch die Einführung eines Diversity-Managements will IKEA ein von Vorurteilen freies Arbeitsumfeld schaffen. Unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion und Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität sollen alle Mitarbeiter anerkannt und je nach ihren Potenzialen gefördert werden. Ziel ist es, ein Klima der Akzeptanz zu schaffen, welches zum wirtschaftlichen Erfolg, zur Motivation aller Mitarbeiter und zum Ansehen bei Geschäftspartnern und Verbrauchern beiträgt.   
  • Beschreibung der Maßnahme:
    2001 formulierte IKEA International ein Diversity-Statement und verankerte Diversity Management in den Geschäftsplänen. Anschließend wurden die im Statement formulierten Ziele von den einzelnen Landesorganisationen an die speziellen Gegebenheiten der Länder angepasst. So stellt z. B. das Thema Kinderbetreuung für IKEA Schweden kein Problem dar, während es in Deutschland eine große Rolle spielt.

    Unter dem Themenfeld Diversity Management ist eine Reihe von Projekten zusammengefasst, die jeweils dem Erreichen der im Statement genannten Ziele dienen. Im Schwerpunkt richten sich die Projekte und Maßnahmen in Deutschland auf die Verbesserung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auf Gesundheitsmanagement. Ein zweiter Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Ausrichtung auf den demographischen Wandel.

    Einige Projekte aus dem Bereich Diversity Management in Deutschland werden im Folgenden vorgestellt:
    IKEA ist Mitglied im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ und hat in diesem Rahmen die „Gemeinsame Erklärung Erfolgsfaktor Familie“ unterzeichnet und damit sein Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland bekräftigt.

    In die Praxis übersetzt, bedeutet das bei IKEA u. a.:
    - Mitarbeiter in Elternzeit werden je nach individueller Situation und Wunsch an Projekten und Weiterbildungen beteiligt. Ihnen wird ein volles Weihnachtsgeld gezahlt und die Teilnahme an allen Betriebsfesten, Jubiläen und Geschenkaktionen ermöglicht.
    - Eltern können sich bis zum vollendeten 14. Lebensjahr des Kindes von der Arbeit freistellen lassen. Diese Art „verlängerte Elternzeit“ kann in bis zu drei Blöcken von jeweils drei Jahren genommen werden. Das Unternehmen garantiert, ähnlich wie in den gesetzlichen Regelungen zur Elternzeit, eine Rückkehr in die vergleichbare Position ohne Einbußen bei Position oder Gehalt.
    - Das Unternehmen bietet bei dafür geeigneten Aufgaben die Möglichkeit des Arbeitens von zu Hause aus.
    - Seit 2005 bietet IKEA eine für Mitarbeiter kostenfreie 24-Stunden-Hotline zur Beratung in privaten Notlagen an. Die Hotline arbeitet anonym und bietet Hilfe bei Fragen der Kindererziehung, bei Trauerfällen oder Problemen mit pflegebedürftigen Angehörigen. Sie unterstützt bei der Suche nach geeigneten Kinderbetreuungslösungen für den Einzelnen und hilft auch bei der Vermittlung von offenen Kindergartenplätzen bis hin zur Suche nach einer geeigneten Tagesbetreuung. Sie hilft bei Schuldenberatung und ist eine Anlaufstelle für Suchtfragen.
    - Das Unternehmen hat ein beratendes Elternzeitgespräch ebenso eingeführt wie Elternzeit-Kontakt-Programme, um den Kontakt zu den Mitarbeitern während der Elternzeit nicht zu verlieren. Die Elternphasen können für Weiterbildung genutzt werden.
    - An mehreren Standorten wird eine Form der Kinderbetreuung angeboten.
    - In den Ferien bietet IKEA mit den „Ferien für IKEA Kids“ eine Ferienfreizeit für die Kinder von IKEA Mitarbeitern an. Einige Einrichtungshäuser bezuschussen zusätzlich die Teilnahme von Mitarbeiterkindern an den städtischen Ferienprogrammen.
    - In einem Workshop mit arbeitenden Eltern in Führungspositionen bei IKEA wurden Teilzeit- und Jobsharing-Modelle entwickelt, die seit 2006 genutzt werden können.

    IKEA hat außerdem die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet; ein grundlegendes Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen. Durch die Unterzeichnung verpflichten sich Unternehmen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist.

    Im Jahr 2005 wurden in allen Filialen Workshops zum Thema „Vielfalt bei IKEA“ durchgeführt. Dieser Workshop ist in allen bestehenden Einheiten seit Herbst 2006 abgeschlossen. Der Workshop wird als Konzept in den Seminarkatalog einfließen, so dass alle neu eröffneten Filialen ihn buchen bzw. andere Filialen Auffrischungs-Workshops anfordern können.
    Darüber hinaus wurden verschiedene Netzwerke im Unternehmen aufgebaut. Dazu zählen: 
    > FAIR.QUER. – Netzwerk für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender
    > Mosaik CoolTour – Interkulturelles Netzwerk
    > BUF (Beruf und Familie) – Netzwerk für berufstätige Eltern  
  • Dauer der Umsetzung: 
    Die Maßnahmen sind fortlaufend.
  • Kosten:  
    k. A., da die Kosten in den Einrichtungshäusern auflaufen.
    Zusätzlich zentral ca. 250.000 Euro jährlich 
  • Erfahrungen, die bei der Umsetzung gemacht wurden: 
    "- Hohe Motivation der Mitarbeiter, gemessen in unserer Mitarbeiterbefragung
     - stark ausgeprägtes Image bei unseren Rekrutierungszielgruppen für Work-Life-Balance, Kollegialität, Führungsstil, Gute Arbeitsatmosphäre" 
  • Weitere Informationen:
    www.IKEA.de/jobs
     

Kontakt:

  • Ansprechpartner:
    Beate Mini (Managerin Employer Branding, Retention & Recruitment)  
  • Adresse:
    Am Wandersmann 2-4, 65719 Hofheim-Wallau
  • E-Mail:
    beate.mini@IKEA.com
  • Telefon:
    06122/585 4253
  • Stand: 
    Januar 2011