memo AG - Nachhaltige Sortimentsgestaltung

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Unternehmen: memo AG

  • Jahresumsatz in Deutschland (in Euro):
    18,6 Mio Euro gesamt (in 2009)
  • Mitarbeiter in Deutschland: 
    114

Maßnahme: Nachhaltige Sortimentsgestaltung

  • Ziel:
    An der Schnittstelle zwischen Lieferanten/Herstellern und Kunden kann die memo AG als Versandhandelsunternehmen einen enormen Beitrag zu mehr Umweltverträglichkeit in der Produktion, aber auch insgesamt zu mehr Umweltbewusstsein aus allen Seiten leisten. Das sorgfältig geprüfte Produktangebot erleichtert dem Verbraucher die Kaufentscheidung für eine ökologisch und sozial einwandfreie Alternative. Auch der Faktor Ökonomie spielt hier eine zentrale Rolle: Nur wenn ein umwelt- und sozialverträgliches Produkt auch zu einem marktgerechten Preis erhältlich ist, kann eine große Marktdurchdringung – und damit nennenswerte Umweltauswirkungen erzielt werden.

    In Zukunft wird der umfassende Sortimentsgestaltungs- und Optimierungsprozess - insbesondere für memo Markenprodukte – methodisch durch sogenannte „Lebenszyklus-Analysen“ unterstützt. Hierbei werden die verschiedenen Lebensphasen eines Produkts systematisch im Zusammenhang betrachtet. 
  • Beschreibung der Maßnahme:
    Alle Produkte im memo-Sortiment werden umfassend nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten geprüft. Wichtige Kriterien für die Produktauswahl bei memo sind: möglichst ressourcenschonenende und klimaverträgliche Herstellung, sozialverträgliche Produktion und fairer Handel, sparsame, recyclingfähige Verpackung, möglichst kurze Transportwege, möglichst geringe gesundheitliche Belastung des Nutzers, Rücknahme verbrauchter Produkte durch den Lieferanten, bzw. Wiederbefüllung von Mehrwegbehältern, Recyclingfähigkeit, bzw. problemlose Rückführung in natürliche Kreisläufe, hohe Praxistauglichkeit, langlebige und hohe Qualität sowie ein marktgerechter Preis. Im ersten Schritt der Produktbewertung orientieren sich die Produktmanager an einem von memo selbst entwickelten Fragenkatalog. Je nach Komplexität und Art des Produktes wird die Recherche um spezifische Aspekte erweitert. Da das Prinzip des local sourcing Vorrang hat, ist es memo zudem möglich, viele Hersteller direkt vor Ort zu besuchen.

    Darüber hinaus orientiert sich die memo AG bei der Beurteilung an den Kriterien für anerkannte Gütezeichen, die von unabhängigen Zertifizierungsorganisationen und Verbänden vergeben werden. Bereits mit Gütesiegeln ausgezeichnete Artikel werden bevorzugt ins Sortiment aufgenommen. Dabei handelt es sich vor allem um den „Blauen Engel“, das FSC-Siegel, das „Bio“-Siegel nach EG-Öko Verordnung, das „Fairtrade“-Siegel oder auch das GOTS-Siegel für Textilien. Bei Bedarf werden externe Berater oder Ergebnisse neutraler Tests und Untersuchungen unterstützend hinzu gezogen. Vor der endgültigen Aufnahme ins Sortiment  werden anhand von Mustern umfassende Produkttests durchgeführt. Falls ein Produkt grundsätzlich sehr gut geeignet ist, jedoch geringfügige, verbesserungsfähige Abweichungen zu den Kriterien von memo besitzt, wird zusammen mit dem Lieferanten versucht, eine Lösung zu finden und das Produkt gemäß den Listungskriterien gemeinsam zu optimieren.

    Das eigene memo-Markensortiment umfasst rund 700 Produkte für das „tägliche Leben“, darunter Hygieneartikel, Schulbedarf und eine Kollektion aus „biofairen“ Naturtextilien. Alle memo Markenprodukte erfüllen hohe ökologische Standards, um Mensch und Umwelt bei Herstellung, Gebrauch und Verwertung geringstmöglich mit Schadstoffen zu belasten. Viele sind ebenfalls mit anerkannten Gütesiegeln und Umweltzeichen ausgezeichnet.
  • Dauer der Umsetzung:
    Eine nachhaltige Produkt- und Sortimentspolitik ist fester Bestandteil der ganzheitlich ausgerichteten Unternehmensstrategie der memo AG und wird deshalb dauerhaft und laufend verfolgt. 
  • Kosten:   
    -
  • Erfahrungen, die bei der Umsetzung gemacht wurden:
    Die memo AG bietet in jedem Produktbereich die jeweils bestmöglichste ökologische und sozial verträgliche Alternative auf dem Markt. Bei einigen Produkten, bestehen jedoch durchaus gegenteilige und kritische Meinungen – Beispiel: Quecksilber in Energiesparlampen. Deshalb gehört zur Unternehmensphilosophie der memo AG auch die transparente, ehrliche und offene Kommunikation mit allen Stakeholdern, wobei Kritik generell ernst genommen wird und n den Produktbeurteilungsprozess einfließt. 
  • Weitere Informationen:
    http://www.memo.de/ (siehe u. a. Nachhaltigkeitsbericht, Katalog, diverse Produktflyer) 

Kontakt:

  • Ansprechpartner:
    Lothar Hartmann (Leitung Nachhaltigkeitsmanagement) 
  • Adresse:
    Am Biotop 6, 97259 Greußenheim
  • E-Mail:
    l.hartmann@memo.de
  • Telefon:
    09369/905-226
  • Stand:
    Dezember 2010