Der Klimawandel

klimafreundlich_und_stromsparend

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Auf der Erde herrscht eine angenehme mittlere Durchschnittstemperatur von 15 °C. Möglich wird diese erst durch sogenannte Treibhausgase, die die Erde wie ein Schutzschild umgeben und verhindern, dass die von der Erdoberfläche kommende Wärmestrahlung ins All entweicht. Zu den Treibhausgasen gehören Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (N2O), teilhalogenierte Flourkohlenwasserstoffe (H-FKW), perflourierte Kohlenwasserstoffe (FKW) und Schwefelhexaflourid (SF6). Dieser natürliche und für das Leben auf der Erde notwendige Treibhauseffekt wird seit der Industrialisierung und der damit ansteigenden Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre verstärkt. Wichtigste Ursache hierfür ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie Öl, Kohle und Gas, bei der vorrangig Kohlendioxid freigesetzt wird. Zu dem Anstieg der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentrationen trägt außerdem die fortschreitende Entwaldung bei, da Pflanzen das Treibhausgas in erheblichem Maße binden und damit eine der größten Senken für Kohlendioxid bilden.

Der Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre führt zu einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur, der die Menschheit vor große Probleme stellt. In seinem 4. Sachstandsbericht formulierte das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – ein Gremium aus hochrangigen, internationalen Klimaforschern - im Frühjahr 2007, dass aufgrund des menschengemachten Klimawandels mit einem Anstieg der mittleren Erdtemperatur um bis zu 6 °C bis zum Jahr 2100 gerechnet werden muss. Um die Folgen des Klimawandels beherrschbar zu halten, dürfte der Temperaturanstieg nach Berechnung der Forscher jedoch lediglich bis zu 2 °C betragen. Aber auch bei einer geringeren Erwärmung ist mit Verschiebungen der Klimazonen und erheblichen Veränderungen der lokalen Klimabedingungen zu rechnen. Insbesondere in den warmen äquatorialen Klimazonen kommt es bereits heute durch Veränderung der Niederschlags- und Verdunstungsverhältnisse zu einer zunehmenden Austrocknung und Degradation der Böden sowie zu einem spürbaren Rückgang der Nahrungsmittelproduktion und Artenvielfalt. Davon sind vor allem Entwicklungsländer betroffen, die ohnehin schon große Schwierigkeiten bei der Nahrungsmittelversorgung haben. Experten rechnen mit zunehmenden Extremwetterereignisse und Naturkatastrophen wie Wirbelstürmen, Dürreperioden und Überschwemmungen. Besonders schwerwiegende Folgen wird der vorausgesagte Anstieg der Meeresspiegel haben. Bei einer Erwärmung um 6 °C bis zum Jahr 2100 wird damit gerechnet, dass dieser um 10 bis 90 cm ansteigen kann und damit ganze Inselstaaten sowie zahlreiche tiefgelegene Küstenregionen überflutet werden.

Neben dem Versuch, den Anstieg der Treibhausgaskonzentration wenn schon nicht zu vermindern, dann doch wenigstens stabil zu halten, haben die Staaten deshalb begonnen, sich Strategien für die Anpassung an den Klimawandel zu überlegen. So hat Deutschland im Dezember 2008 die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel beschlossen. In diesem Rahmen sollen zunächst die Risiken des Klimawandels bewertet, der mögliche Handlungsbedarf genannt, die entsprechenden Ziele definiert und mögliche Anpassungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.

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