26. Oktober 2010

"Bio-Anbau gilt in Ägypten heute als sinnvoll"

(VI). Die Ausbreitung der Wüste aufzuhalten ist nicht die einzige Herausforderung, der sich Ägypten gegenübersieht. Die Entwicklungsinitiative SEKEM geht einige der eng miteinander verwobenen Probleme des Landes wirkungsvoll auf die sanfte Tour an.

Lange wurde biologischer Anbau in Ägypten belächelt. Dann zeigte SEKEM, dass er eine funktionierende Alternative ist: Die Initiative führte unter anderem vor, dass Baumwolle auch ohne Pestizide gedeihen kann und im Land setzte ein Umdenken ein. „Dadurch wurde der Pestizideinsatz in Ägypten um 90 Prozent reduziert“, sagt Christina Boecker, die in Deutschland Pressesprecherin von SEKEM ist.

Für das Geschäftsmodell der Entwicklungsinitiative wurde ihr Gründer Dr. Ibrahim Abouleish 2003 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Christina Boecker, die neun Jahre für SEKEM in Ägypten gearbeitet hat, erklärt im Interview, welche Rolle der ökologische Anbau dabei spielt, den Teufelskreis aus Armut, Bildungsmangel, Umweltzerstörung und Krankheiten zu durchbrechen. Unter anderem geht sie dabei darauf ein, was der Bio-Anbau dem ägyptischen Staat nützt. Sie beschreibt zudem, wie es den Farmern gelingt, Wüste urbar zu machen und warum bei SEKEM Kinder Kamilleblüten pflücken.

Das Interview finden User kostenlos auf www.oeko-fair.de.