05. Februar 2010

Auf den Gold Standard kommt es an

Immer mehr Unternehmen bieten Verbrauchern beim Kauf von Produkten oder Dienstleistungen CO2-Ausgleichszahlungen an. Doch nicht alle dahinterstehenden Projekte erfüllen hohe ökologische und soziale Standards. Die VERBRAUCHER INITIATIVE rät, bei der Investition in CO2-Ausgleichszahlungen auf den "Gold Standard" zu achten.

Wer seine Klimabilanz beim Kauf von Produkten oder Dienstleistungen ver-bessern will, kann auf Angebote achten, die CO2-Ausgleichszahlungen mitfi-nanzieren. Das Geld fließt zum großen Teil in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- und Energiesparprojekte in Entwicklungsländern. Die Angebote geben Ver-brauchern so die Möglichkeit, über eine Zusatzzahlung die gleiche Menge an CO2 einzusparen, die zum Beispiel der Versand eines Pakets oder eine Flugreise verursachen. Doch nicht alle Ausgleichsangebote können versi-chern, dass die verursachte Menge an Kohlendioxid auch nachhaltig ein-gespart wird.

„Verbraucher können Projekte mit dem so genannten Gold Standard unterstützen“, rät Melanie Weber von der VERBRAUCHER INITIATIVE. „Damit ist garantiert, dass das Geld nur in unabhängig kontrollierte CO2-Minderungsprojekte fließt, die ökologisch und sozial verträglich sind.“ Falls nicht erkennbar ist, welchem Standard das CO2-Kompensationsangebot ent-spricht, können Verbraucher beim Anbieter nachfragen oder auf dessen Website nachsehen.

Der Gold Standard wurde von Umweltorganisationen und Wissenschaftlern entwickelt und ist der derzeit beste Standard für CO2-Zertifikate. Umwelt- und Sozialverträglichkeit werden ebenso geprüft wie die Beteiligung der lokalen Bevölkerung. Gold-Standard-Projekte werden vor Ort zum Beispiel vom TÜV geprüft. Dabei wird untersucht, ob die Projekte wirklich klimawirksam sind, also ob zusätzlich CO2 eingespart wird, und es sich nicht um Projekte handelt, die ohnehin geplant waren. 

Ausführliche Informationen zum Thema klimafreundlicher Konsum bietet die VERBRAUCHER INITIATIVE auf www.nachhaltig-einkaufen.de.