16. Juni 2010

Besser als Bio-Baumwolle

(VI). Biokleidung ist auch bei Modeketten salonfähig geworden. Obwohl sich viele Kunden fragen, wie "bio" ein als "organic" angepriesenes Nachthemd wirklich ist oder ob es sich bei der "green" Jeans eher um eine "green-washed"-Jeans handelt. Gütesiegel wie das GOTS-Zeichen bieten Orientierung.

Im Experteninterview spricht Heike Scheuer vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e. V. (IVN) unter anderem über den Global Organic Textile Standard (GOTS). Sein grünes Siegel markiert immer mehr Textilien, schon mehr als 2.800 Betriebe sind nach dem vor zwei Jahren eingeführten Standard zertifiziert. GOTS-Textilien bestehen mindestens zu entweder 95 oder 70 Prozent aus Bio-Fasern bzw. aus Fasern von Feldern, die sich gerade in der Bio-Umstellung befinden. Damit Kunden sehen, was sie davon in Händen halten, gibt es vier Varianten des GOTS-Labels mit unterschiedlichen Unterzeilen.

„So blickdicht wie die meisten Stoffe sind viele Kulissen der Modeproduktion. GOTS bietet Verbrauchern Durchblick, die bei der Kleiderwahl nicht nur auf Äußerlichkeiten achten“, sagt Mareen Joachim von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Denn GOTS steht für weit mehr als die Verwendung von Bio-Fasern: Im Interview erklärt Heike Scheuer, was für nachhaltige Kleidung außerdem entscheidend ist. Sie nennt die wichtigsten Merkmale von GOTS und geht auch auf andere Themen ein, wie die Verunreinigung von Bio-Baumwolle mit Fasern genveränderter Sorten.

Auf www.oeko-fair.de kann das Interview kostenlos nachgelesen werden. Darüber hinaus bietet das Portal viele zum Thema passende Hintergrundinformationen in der Rubrik „Kleiden & Schmücken“ (http://www.oeko-fair.de/kleiden-schmuecken).