29. Januar 2010

Den Dingen auf der Spur

(VI). Nur wenige Unternehmen legen die "Geschichte" ihrer Produkte offen. Dabei wollen viele Verbraucher Gewissheit über anständige Produktionsbedingungen. Neben glaubwürdigen Labeln bedienen sich manche Unternehmen bzw. Organisationen deshalb auch sogenannter Tracking-Codes.

Fast jedes Produkt ist nahezu ständig verfügbar und falls einmal nicht, gegen ein ähnliches austauschbar. Die Beliebigkeit spart Verbrauchern einerseits viel Zeit. Andererseits ist die Anonymität der Erzeugnisse Grund dafür, dass sich nicht wenige Käufer von der Warenwelt „entfremdet“ fühlen. Ein besseres Bauchgefühl bieten Dinge, die wegen einer offengelegten Entstehungsgeschichte authentischer wirken. Solche Produkte überzeugen beispielsweise wegen einer besonderen Herstellungsweise (handwerklich, traditionell, regional) und/oder weil man weiß, von wem sie gemacht wurden.

Wenn sie dafür nicht um die halbe Welt reisen möchten, könnten sich Verbraucher nur ausnahmsweise mit eigenen Augen ein Bild davon machen, wie ein Produkt entsteht. Mit Tracking-Codes versuchen Anbieter, den globalen Handel dennoch transparenter zu machen. Insbesondere Dinge, die auch wegen ihrer verantwortungsvollen Erzeugung gekauft werden, tragen solche Codes. Sie können auf einer korrespondierenden Internetseite eingegeben werden, worauf anschließend einige Details über die Herkunft des jeweiligen Produkts dargestellt werden. Beispiele sind

„Es wäre natürlich wünschenswert, wenn mehr Produkte selbstbewusst mit ihrer Erzeugung umgehen könnten. Gleichzeitig trägt aber bei weitem nicht jedes Produkt, das mit seiner Herkunft werben könnte, einen Tracking-Code. Schon deswegen können die Codes glaubwürdige Label wie Bio-Siegel, Fairtrade-Zeichen oder MSC-Siegel nicht ersetzen. Aber sie sind originell und es kann Spaß machen, den Dingen auf der Spur zu sein“, sagt Mareen Joachim von der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V.

Auf www.oeko-fair.de können umfassende Informationen zum nachhaltigen Konsum kostenlos nachgelesen werden.