17. September 2010

Für Ja-Sager

(VI) In der Sommerzeit, wenn wieder viele Menschen zu Ja-Sagern werden, haben Goldschmiede und Juweliere Hochkonjunktur. Mehr als 300.000 Eheschließungen gibt es in Deutschland jährlich. Dabei wiegt der Ehering häufig schwerer als so manches Brautpaar ahnt. Auf www.nachhaltig-einkaufen.de informiert die VERBRAUCHER INITIATIVE über Hintergründe des Goldabbaus und gibt Tipps zum nachhaltigen Schmuckkauf.

Romantische Goldgräber-Phantasien gehören beim Goldabbau der Vergangenheit an. Heutzutage graben sich riesige Bagger durch die Landschaft, um ganze Gesteinsschichten abzutragen und hinterlassen wahre Mondlandschaften. „Durchschnittlich 20 Tonnen Abraum werden für die Herstellung eines Goldrings produziert. Um das Gold aus dem Gestein zu lösen, werden hochgiftige Chemikalien, zum Großteil Zyanid, eingesetzt.“, erklärt Judith Hübner von der VERBRAUCHER INITIATIVE. Daneben wird nach wie vor in Zehntausenden kleiner Goldminen vor allem in Asien, Lateinamerika und Afrika Quecksilber in einer Größenordnung von bis zu 1.000 Tonnen pro Jahr verwendet. So wird Stück für Stück die Lebensgrundlage vieler Menschen durch den Goldabbau zerstört. Der derzeit hohe Goldpreis führt dazu, dass immer mehr Minen entstehen und die Umweltzerstörung vorangetrieben wird.

Wer den Bund des Lebens nicht auf dem Rücken anderer Menschen und der Umwelt besiegeln will, hat die Möglichkeit, Ringe aus fair gehandeltem und „grünem“ Gold zu kaufen. Zudem können alte Schmuckstücke umgearbeitet bzw. Schmuckstücke aus recyceltem Gold erworben werden.

Auf www.nachhaltig-einkaufen.de finden Interessierte weitere Informationen zum Thema Umwelt- und Sozialverantwortung in der Schmuckbranche sowie praktische Tipps und Adressen zum nachhaltigen Einkauf.