27. Januar 2011

Kein unbeschriebenes Blatt

(VI). Anlässlich des Beginns der Internationalen Leitmesse für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren "Paperworld" am 29. Januar 2011 fordert die VERBRAUCHER INITIATIVE ein größeres Engagement der Schreibwaren-Branche in Sachen Umwelt- und Sozialverantwortung. Besonders bei der Herstellung von Papier treten eine Reihe von Problemen auf, die es anzugehen gilt. Die Papierindustrie gehört zu den weltweit größten Verursachern von Umweltproblemen.

Die Zerstörung großer Waldflächen, der Chemikalieneinsatz bei Plantagenhölzern sowie ein hoher Wasser- und Energieverbrauch bei der Produktion zählen zu den Herausforderungen, denen sich die Schreibwarenbranche stellen muss. Durch Abholzung, Brandrodung usw. wird die weltweite Waldfläche zurzeit um jährlich rund 16 Millionen Hektar, also 160.000 Quadratkilometer, verringert. Schätzungsweise 47 Prozent des weltweit geernteten Holzes gehen als Holz- oder Zellstoff in die Produktion von Papier, Pappe und ähnlichen Produkten. „Seit 1950 hat sich der Papierverbrauch versiebenfacht. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Gerade auch deswegen müssen endlich nachhaltige Lösungen für die Schreibwarenbranche gefunden werden“, erklärt Judith Hübner von der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Auf der Seite www.nachhaltig-einkaufen.de hat die VERBRAUCHER INITIATIVE die Ergebnisse einer aktuellen Befragung zum Thema Umwelt- und Sozialverantwortung u. a. des Schreibwaren-Einzelhandels veröffentlicht. Darüber hinaus bietet die Seite weitere Informationen zum Thema Unternehmensverantwortung und praktische Tipps zum nachhaltigen Einkauf.