13. August 2009

Ökostrom mit Umweltnutzen

(VI). Ökostrom-Produkte haben nur dann einen zusätzlichen Nutzen für die Umwelt, wenn in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert wird. Nur so ändert sich der bestehende Kraftwerkspark. Verbraucher, die sich am Grüner Strom Label orientieren, unterstützen glaubwürdigen Ökostrom mit nachweislichem Umweltnutzen. Das Grüner Strom Label feiert gerade seinen zehnten Geburtstag.

Immer mehr Verbraucher steigen auf Öko-Strom um und sparen damit bis zu zwei Tonnen CO2 pro Jahr ein. „Mit dem Umstieg auf Öko-Strom kann jeder zum Atomausstieg und dem Ende des Kohlestroms beitragen und stattdessen den Bau klimaschonender Stromerzeugungsanlagen fördern“, so Melanie Weber, Fachreferentin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE. „Doch nicht jedes Ökostrom-Produkt garantiert, dass der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert wird.“

Deshalb ist eine Zertifizierung wichtig. Strenge Kriterien sorgen dafür, dass Ökostrom-Produkte, die das Grüner Strom Label tragen, auch wirklich einen ökologischen Zusatznutzen bewirken. Das seit zehn Jahren vergebene Label hilft Verbrauchern dabei, sinnvolle von weniger sinnvollen Angeboten zu unterscheiden.

Stromanbieter, die das Grüner Strom Label erhalten, werden dazu verpflichtet, im Regelfall mindestens einen Cent je verkaufter kWh Ökostrom in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren. Von unabhängiger Seite wird regelmäßig überprüft, ob die Anbieter dieser Verpflichtung nachkommen. An die 600 Photovoltaik-, Windkraft-, Kleinwasserkraft- und Biomasseanlagen wurden im Rahmen dieses Modells bereits gefördert. Die durch den GSL e.V. zertifizierte Strom-Menge ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und lag im Jahr 2008 bei über 150 GWh. Für 2009 wird ein weiterer Anstieg erwartet. Endkunden entscheiden sich bei ihrem Wechsel immer häufiger für glaubwürdigen Ökostrom mit nachweislichem Umweltnutzen.