14. September 2010

Tropischer Alptraum

(VI). Weit entfernt von paradiesischen Zuständen ist die Situation der weltweiten Tropenwälder. Jedes Jahr werden rund 13 Millionen Hektar Tropenwald abgeholzt. Wenn das derzeitige Tempo der Abholzung weiter beibehalten wird, werden diese nur noch bis Ende des Jahrhunderts auf der Erde zu finden sein. Anlässlich des Tags der Tropenwälder warnt die VERBRAUCHER INITIATIVE vor den verhängnisvollen Folgen der Tropenwaldvernichtung.

Die Hauptursachen der Waldzerstörung sind Rodung zur landwirtschaftlichen Nutzung, durch Menschen verursachte Waldbrände und durch den Klimawandel hervorgerufene Austrocknungen. Ein weiterer Grund ist der illegale Holzeinschlag sowie der Handel mit Holz aus illegalen Quellen. „Nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Biodiversität ist der Verlust großer Waldflächen katastrophal, denn durch den massiven Einschlag der Wälder werden immer weniger Kohlenstoff gespeichert und Millionen Tonnen Kohlendioxid freigesetzt“, erklärt Judith Hübner von der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Neben den katastrophalen Folgen für Klima und Umwelt bedeutet die Vernichtung der tropischen Wälder häufig auch die Verletzung von Menschenrechten sowie die Zerstörung der Lebensgrundlage zahlreicher Menschen, Pflanzen und Tiere. Verbrauchern empfiehlt die VERBRAUCHER INITIATIVE, grundsätzlich weniger Holz und Papier zu nutzen, auf Tropenholz zu verzichten und Holzprodukte mit dem FSC-Siegel zu verwenden. Produkte, die mit diesem Siegel ausgezeichnet wurden, stammen aus einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft.

Interessierte finden auf www.nachhaltig-einkaufen.de weitere Informationen zum Thema Waldzerstörung sowie praktische Tipps und Adressen zum nachhaltigen Einkauf.