15. Juli 2010

"Wer als gleichberechtigter Partner am Gesundheitsmarkt auftreten will, muss seine Rechte als Verbraucher kennen"

(Stuttgart/Berlin). Mit der heutigen Verbraucherkonferenz in Sigmaringen geht die Veranstaltungsreihe zu Gesundheitsdienstleistungen in Baden-Württemberg zu Ende. Zu insgesamt 12 regionalen Verbraucherkonferenzen hatten das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, der Landesseniorenrat sowie die VERBRAUCHER INITIATIVE eingeladen. Im Mittelpunkt der jeweils halbtägigen Veranstaltungen für Senioren standen unterschiedliche Verbraucherthemen zu Gesundheitsdienstleistungen.

Der demographische Wandel in Deutschland bringt große Herausforderungen mit sich, Verbraucher werden mit Veränderungen beispielsweise im Gesundheitswesen konfrontiert. Gerade die „Generation 60plus“ ist davon besonders betroffen. So müssen sie oft unter (Zeit-)Druck Entscheidungen treffen – z. B. über individuelle und zu bezahlende Gesundheitsleistungen beim Arzt, die Medikamentenwahl oder über die Bezugsquelle des Medikaments. Die Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten überfordert viele ältere Verbraucher.

Wer als gleichberechtigter Partner am Gesundheitsmarkt teilnehmen will, muss seine Rechte als Verbraucher kennen und z. B. die angebotenen Dienstleistungen hinsichtlich Qualität und Preis hinterfragen können. Der „mündige Gesundheitskunde“ stand daher im Mittelpunkt der regionalen Verbraucherkonferenzen für Senioren in Baden-Württemberg. „Das Leitbild der Landesregierung von mündigen und gut informierten Verbraucherinnen und Verbrauchern kennt keine Altersbegrenzung", so Staatssekretärin Gurr-Hirsch.

Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE verweist auf die hohen Teilnehmerzahlen: “Die durchschnittlich über 80 Teilnehmer je Veranstaltung zeigen, dass die Themen selbstbewusster Patient, mündiger Gesundheitskunde und richtiger Einkaufsort die ältere Zielgruppe erfolgreich angesprochen hat.“ Diese Themen wurden durch Referenten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sowie der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland behandelt.

Über die Themen der Verbraucherkonferenzen informiert eine 24-seitige Broschüre, die kostenlos auf den Internetseiten des Landesverbraucherministeriums (www.verbraucherportal-bw.de) sowie der VERBRAUCHER INITIATIVE (www.verbraucher.org) abrufbar ist.